Was ist ein Triggerpunkt?
Myofasziale Triggerpunkte (auch Myogelosen) sind verkürzte und verhärtete Muskelfasern, die als Knoten in der Muskulatur tastbar sind. Sie entstehen häufig durch Fehlbelastungen, Überbelastungen, Verspannungen, Haltungsstörungen oder andere Erkrankungen.
Die Verhärtungen sind meist druckempfindlich. Weil die Durchblutung an dieser Stelle gestört ist und sich Stoffwechsel- und Entzündungsprodukte ablagern, können sie Schmerzen auslösen. Triggerpunkte können in der gesamten Muskulatur vorkommen.
Wo sich Triggerpunkte bemerkbar machen
Triggerpunkte führen zu Verspannungen und schränken die Funktion des Muskels ein. Die Beschwerden müssen dabei nicht direkt am Triggerpunkt auftreten. Häufig betroffen sind der Schulter-Nacken-Bereich, der Kiefer, die Waden und das Gesäss. Triggerpunkte im Trapezmuskel (Musculus trapezius) oder im Schulterheber-Muskel (Musculus levator scapulae) können zum Beispiel Nackenschmerzen, Kopfschmerzen oder Schmerzen hinter den Augen auslösen.
Röntgen, Ultraschall und ähnliche Verfahren machen Triggerpunkte nicht sichtbar. Wir finden sie deshalb durch Tasten und betrachten dabei Ihren Körper als Ganzes.
Für wen
Die Triggerpunkt-Behandlung kommt unter anderem zum Einsatz bei:
- Rückenschmerzen
- Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich
- Muskelverhärtungen
- Sportverletzungen und Trainingsschäden
- Beschwerden an der Achillessehne und anderen Sehnen
Ablauf
Zuerst lokalisieren wir die Triggerpunkte in Ihrer Muskulatur. Je nach Methode werden sie anschliessend mit Wärme, gezieltem Druck (Triggerpunkt-Massage) oder Massage behandelt, um die schmerzhaften Verhärtungen zu lösen.
Was die Behandlung bewirken kann
Die Behandlung verbessert die Durchblutung der Muskelfasern. Der Muskel kann so wieder an Elastizität und Funktion gewinnen, Verspannungen können sich lösen. Damit lassen sich Beschwerden wie Rücken-, Schulter- oder Muskelschmerzen oft lindern.

