Lymphdrainage als Entstauungstherapie
Das Lymphgefässsystem ist neben dem Blutkreislauf eines der wichtigsten Transportsysteme des Körpers. Über den Blutkreislauf gelangen Nährstoffe und Flüssigkeit ins Gewebe und werden zum grössten Teil auch wieder abtransportiert. Den Rest führen die Lymphbahnen dem Blutkreislauf zu. So verhindert der Lymphfluss, dass sich Flüssigkeit im Gewebe staut und unter der Haut Schwellungen entstehen.
Da die Lymphbahnen dicht unter der Haut liegen, lässt sich der Lymphfluss durch kreisende, rhythmische Griffe gezielt anregen.
Bei erhöhter Belastung des Systems, etwa bei einer Rechtsherzinsuffizienz, Fehlbildungen oder einer Schädigung der Nieren, steigert der Körper die Transportleistung. Reicht sie nicht mehr aus, lagert sich Flüssigkeit im Gewebe an.
Warum es zum Lymphstau kommt
Anzeichen für einen gestörten Lymphfluss sind Schmerzen, ein Druckgefühl und Schwellungen an Körperregionen und Extremitäten. Die Ursachen sind vielfältig, zum Beispiel:
- Bewegungsmangel
- Stress
- Übergewicht
- Entfernung von Lymphknoten
- chronische Krankheiten
Für wen
Eine Lymphdrainage ist sinnvoll, wenn sich Lymphflüssigkeit im Gewebe staut und dadurch Schwellungen in Beinen oder Armen entstehen. Sie kann bei vielen Beschwerden Linderung bringen, etwa bei Venenerkrankungen, Rheuma, Arthrose oder einem Lipödem, nach Operationen sowie nach Sportverletzungen wie Blutergüssen, Knochenbrüchen oder Zerrungen.
Bei einem Lipödem oder Lipolymphödem ist durch die vermehrten Fetteinlagerungen meist auch der Lymphkreislauf gestört. Gezielte, rhythmische Griffe können hier helfen, Druck und Schmerzen zu lindern.
Wann keine Lymphdrainage
Bei Thrombose oder ausgeprägter Herzschwäche darf keine Lymphdrainage durchgeführt werden. Auch bei schweren Entzündungen, Tumoren oder in der Schwangerschaft ist die Behandlung nicht möglich. Melden Sie sich gerne bei uns für eine individuelle Beratung.

