Zum Inhalt springen

Beckenboden­therapie

Beckenbodentraining ist ein speziell für den Beckenboden entwickeltes Muskeltraining. Sie lernen, diese Muskeln bewusst zu spüren, und üben, sie im Alltag richtig einzusetzen.

Was ist der Beckenboden?

Der Beckenboden besteht aus Muskeln, Faszien und Bindegewebe, dazu kommen Bänder und Nerven. Er schliesst den Körper nach unten ab und liegt wie ein Körbchen im knöchernen Becken. Er ist mit der Muskulatur von Bauch, Rücken, Zwerchfell und Beinen verbunden und trägt so wesentlich zur Stabilität der ganzen Haltung bei. Ausserdem trägt und stützt er die inneren Organe.

Seine wichtigsten Aufgaben:

  • Organe und Strukturen im Bauchraum an Ort und Stelle halten. Deshalb hat er fast immer eine Grundspannung, die sich über Bauchmuskulatur und Wirbelsäule auf die Haltung auswirkt.
  • Gezielt loslassen beim Wasserlassen, beim Stuhlgang, beim Geschlechtsverkehr und bei der Geburt.
  • Reflexartig gegenhalten, wenn der Druck im Bauch steigt, etwa beim Husten, Niesen, Lachen, Heben oder Tragen. Diese Reaktion muss in Sekundenbruchteilen erfolgen, der Beckenboden federt dann wie ein Trampolin.

Wenn der Beckenboden geschwächt ist

Unser Gehirn steuert Bewegungen in Mustern, nicht einzelne Muskeln. Der Beckenboden arbeitet deshalb immer zusammen mit Bauch, Rücken und Zwerchfell und bildet die Kraftbasis des Körpers.

Durch innere und äussere Einflüsse kann der Beckenboden im Lauf der Jahre an Spannung verlieren. Mögliche Folgen sind Inkontinenz, Organsenkungen und Haltungsprobleme, aus denen wiederum Rücken- oder Nackenbeschwerden, Kopfschmerzen sowie Fuss- und Knieprobleme entstehen können.

Ein kräftiger Beckenboden stützt die Organe und ist die Basis für eine stabile Wirbelsäule. Mit speziellen Übungen zur Wahrnehmung und gezielten Anspannung trainieren Sie diesen Bereich.

Für wen

Der häufigste Grund für ein gezieltes Beckenbodentraining ist eine vorangegangene Schwangerschaft: Im Rahmen der Rückbildung wird der gedehnte und stark beanspruchte Beckenboden gekräftigt. Während der Schwangerschaft kann das Training vorbeugend erfolgen, dann immer in Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Weitere Gründe sind Übergewicht, Inkontinenz sowie Gebärmutter- oder Blasensenkungen mit Folgen wie Störungen beim Wasserlassen. Eine Beckenbodentherapie kann bei diesen Beschwerden zur Besserung beitragen:

  • Schmerzen und Verspannungen im Beckenboden
  • Inkontinenz
  • Senkungsbeschwerden
  • Reizblase
  • Rektusdiastase
  • Rückenschmerzen
  • Verdauungsprobleme
  • Kraftlosigkeit

Ablauf

Zu Beginn besprechen wir gemeinsam Ihren individuellen Bedarf und den Grund für die Therapie.

Sie bleiben während der Behandlung angekleidet. Es werden keine Elektrostimulation und keine Hilfsmittel im Körperinneren verwendet.

Sie lernen Ihren Beckenboden kennen, bekommen ein besseres Gefühl für Haltungen und Bewegungen, die ihn beeinflussen, und erlernen passende Übungen. Wir besprechen auch Ihr Trink- und Entleerungsverhalten (oft hilft es, zu Hause ein Protokoll zu führen) und geben Ihnen Tipps, die zu Ihren Beschwerden passen.

Ihre Gesundheit liegt uns am Herzen

Wir behandeln nicht nur das Symptom, wir suchen die Ursache. Fragen Sie Ihren Wunschtermin an oder rufen Sie uns an.

Anerkannt bei allen Grund- und Unfall­versicherungen in der Schweiz